Nela Adam_ portait_ photo_ by_Lia Saile

Nela Adams

Ich arbeite an der Schnittstelle von Contact Improvisation, somatischer Therapie und verkörperter Präsenz. Mich interessiert das Lauschen vor der Sprache – und die Bewegung, die entsteht, wenn wir nicht wissen, sondern wahrnehmen.
Seit über 15 Jahren bewege ich mich im Feld der Contact Improvisation sowie in somatischen und körperbasierten Praktiken. Die Erfahrungen aus dieser langjährigen Praxis fließen heute auch in meine Arbeit als Gestalttherapeutin ein – einer körper- und prozessorientierten Form der Psychotherapie.
Ich begleite Menschen in Einzel- und Paarprozessen sowie in Zeiten von Umbruch, Krise und Neuorientierung – dort, wo vertraute Formen sich verändern und etwas Neues noch nicht greifbar ist.
In meinen Räumen verweben sich therapeutische Praxis und verkörperte Bewegungsforschung im Kontakt. Im Zentrum steht ein feines Arbeiten mit Aufmerksamkeit: das Verlangsamen, Verdichten, Öffnen.
nelaadam.com
www.instagram.com/nelaadam2022

Nela

THE PRACTICE OF NOT KNOWING

Moving the Unknown in Contact Improvisation

Was, wenn wir nicht wissen müssen, wie Bewegung weitergeht?
In diesem Workshop erforschen wir Contact Improvisation als eine Praxis des Nicht-Wissens – einen Raum, in dem Bewegung nicht gemacht, sondern im Moment sichtbar wird. Zwischen Impuls und Handlung, Kontakt und Nicht-Kontakt entsteht eine Qualität von Aufmerksamkeit, die feiner ist als Entscheidung.
Wir arbeiten mit einem Körper, der hört, bevor er spricht. Ein Lauschen, das vor Form kommt, vor Absicht, vor Erklärung.
Pause ist kein Stillstand, sondern ein lebendiger Zwischenraum – ein Moment, in dem nichts festgelegt ist und gerade deshalb alles möglich bleibt.
Der Atem begleitet diesen Prozess als Orientierung, nicht als Technik. Er erscheint, verschwindet, verändert Rhythmus und Wahrnehmung – manchmal zeigt er, dass wir uns bereits bewegen, bevor wir es bemerken.

Mit einfachen Scores erforschen wir:

  • Bewegung, die sich nicht abschließen muss
  • Impulse, die offen bleiben dürfen
  • das Bleiben im Nicht-Wissen im Kontakt
  • Zwischenräume, in denen Form noch nicht entstanden ist

Ein Feld des Verlangsamens, Verdichtens und Öffnens – in dem kleine Verschiebungen wichtiger werden als feste Entscheidungen. Reduktion wird zur Präzision. Zuhören wird zur Bewegung.